Mitten in der Nacht wurden wir aus dem Schlaf gerissen, weil es stark regnete. Es goss wie aus Kübeln. Mit der Frage, ob es wohl Morgen einen Regentag geben wird, sind wir sogleich wieder eingeschlafen.
Genau, über das Wetter haben wir noch gar nichts geschrieben. Das ist gar nicht so einfach, denn das Wetter ändert sich ca. alle 7 Minuten. Einmal mehr suchen wir die Regenjacke im Rucksack, und bevor wir sie anziehen konnten, ist der Regen schon wieder vorbei und die Sonne scheint uns lieblich ins Gesicht. Das selbe gilt für die Temparatur. Kaum hat man einen Pulli angezogen, zieht man ihn schon wieder aus, weil es gefühlte 28°C sind (Andy meint: 22°C) und uns der Schweiss von der Stirn läuft. 

Beim Aufstehen wurde die Frage über das Wetter schnell geklärt, blauer Himmel strahlte uns entgegen. So machen wir uns auf den Weg zum Museo Botero. Der berühmte kolumbianische Künstler Fernando Botero stiftete dem Museum seine Werke, welche aus witzigen pummeligen Menschen, Früchten, Violinen und Vögel bestehen. Es hat aber auch einige Werke von Picasso, Renoir, Monet und weiteren bekannten Künstlern. In der Zwischenzeit regnet es übrigens wieder.

Den Rest des Tages verbrachten wir damit, uns über das Bussystem schlau zu machen. Zusammengefasst kann man sagen: Geh zu einem Busterminal, frag dort eine herumstehende Angestellte und sie zeigt dir, wo du einsteigen musst. So können wir einigermassen vorbereitet die morgige Reise nach Villa de Leyva in Angriff nehmen.

Auf dem Weg zurück ins Hotel spricht uns ein schick gekleideter älterer Professor aus Cali an, der uns noch kurz den Präsidentenpalast und eines der ältesten Kaffeehäuser der Stadt (mit dem 1. Fernsehgerät in Kolumbien) zeigt und seiner Freude ausdruck gibt, dass Touristen sein Land besuchen.

Den Abend lassen wir mit einem typisch kolumbianischen Essen ausklingen.